Gastspiel bei Türkgücü: Fußball-Regionalligist 1860 Rosenheim gegen das Maß aller Dinge

7 Sep

Beinahe täglich hat Türkgücü München, übersetzt die „Türkische Kraft“, im Sommer Spieler verpflichtet. Transferaktivitäten, die mit keinem der übrigen Regionalligisten zu vergleichen waren. 

Rosenheim –. Am Samstag wartet deshalb auf den TSV 1860 Rosenheim am zehnten Spieltag der Fußball-Regionalliga Bayern ein ganz schwerer Brocken. Im Sportpark Heimstetten, dort tragen die Münchner ihre Heimspiele aus, treffen der Tabellendritte und der Tabellenzwölfte aufeinander. Anpfiff ist 14 Uhr.

23 neue Spieler verpflichtete das Team aus der Heinrich-Wieland-Straße zu Saisonbeginn – darunter richtige Kracher wie Marco Holz (Saarbrücken), Mario Erb (Uerdingen), Karl-Heinz Lappe (Mainz) oder Benedikt Kirsch (Fürth). Eine Ansammlung von Top-Spielern, die unter der Regie von Ex-Löwencoach Rainer Maurer moderiert werden. Bisher mit großem Erfolg, denn als Aufsteiger steht Türkgücü München derzeit auf Tabellenplatz drei, nur drei Punkte hinter dem 1. FC Schweinfurt 05.

Türkgücü Münchenist das Maß aller Dinge. Im Pokal gegen die SpVgg Unterhaching hat man das wahre Leistungspotential dieser Mannschaft gesehen,“ sagt Sechziger-Trainer Thomas Kasparetti. Um dieser Qualität in ihrer Entfaltung Einhalt zu gebieten, wird für den TSV 1860 Rosenheim wohl mehr als nur eine gute Partie vonnöten sein. Es brauche, so Rosenheims Coach, eine überdurchschnittliche Stabilität in der Defensivarbeit, Kommunikation und Disziplin in allen Mannschaftsteilen sowie ein Umschaltspiel voller Effizienz und Effektivität. Voraussetzungen, die vier neue Gesichter ideal erfüllen könnten und deshalb möglicherweise in den Kader rutschen.

Die Neuzugänge Alin Goia und Nicolaj Madsen sowie die Rückkehrer Adel Merdan und Kapitän Matthias Heiß. Goia hat in den letzten Spielen bereits bewiesen, welch Rückhalt er in Drucksituationen sein kann. Auch Madsen, der Neuzugang mit der Erfahrung von über 100 Erstligaspielen in Dänemark, zeigte bereits in seiner ersten Trainingswoche, wie wichtig er für die Stabilität im Spielfeldzentrum ist. Bleiben noch Merdan und Heiß. Die Rückkehr von Kapitän Matthias Heiß wird im Team mit Freude erwartet. 

Menschlich, sportlich und verbal ist der 26-Jährige eine nicht mehr wegzudenkende Persönlichkeit an der Jahnstraße. Ob dabei ein Einsatz über die komplette Spielzeit angepeilt wird oder vielleicht noch um eine Woche zu früh kommt, will man sich im Lager der Innstädter noch nicht in die Karten schauen lassen. 

Quelle: OVB

U19 holt zum Auftakt Punkt gegen den FC Schweinfurt 05

2 Sep

Das Abenteuer Bayernliga hat für die U19 des TSV 1860 begonnen. Am ersten Spieltag der Bayernliga Süd ging es für die Wallner-Elf zuhause gegen den FC Schweinfurt 05. Nach dem souveränen Aufstieg der letzten Saison, konnte man den Jungs anmerken, dass die Vorfreude auf das erste Spiel riesengroß war.

Von Anfang an sahen die ca. 100 Zuschauer ein temporeiches Spiel auf dem Rosenheimer Kunstrasen. Eine bittere Aktion für die 60er gab es gleich in der 15. Spielminute, als Luca Jesse unglücklich bei einem Rettungsversuch am Tor hängengeblieben ist und sich dabei die Schulter ausgekugelt hat.

In der ersten Halbzeit war die Partie sehr ausgeglichen und es gab nur wenige Torszenen. Die Rothosen standen hinten gut und setzten immer wieder Nadelstiche nach vorne, die aber noch keinen Torerfolg brachten. Demnach ging es mit einem 0:0 in die Halbzeitpause.

Im zweiten Durchgang waren es zu Beginn die Rosenheimer, die das Spiel mehr und mehr beherrschten. In der 58. Minute gab es dann allerdings den Gegentreffer. Nach einem strittigem Eckball, segelte der Ball durch den Strafraum, wo Tarik Odlukaya per Kopf den 0:1 Führungstreffer für die Unterfranken markierte.

Von diesem Gegentreffer ließ sich die Heimelf aber nicht beeindrucken, im Gegenteil, sie erhöhten das Tempo weiterhin und kam zu mehreren guten Chancen. Ein offenes Spiel entwickelte sich.

60er Keeper Thomas Wimmer zeigte eine tolle Parade bei einem Freistoß der Schnüdel. Auch Rosenheim hatte sehr gute Gelegenheiten durch Andreas Maier, der an dem starken Schweinfurter Schlussmann scheiterte und dem eingewechselten Julian Stix, der nur die Latte traf. In der 83.Minute war es dann aber soweit. Nachdem Nico Schiedermeier von links den Ball flach in den 16er brachte, stand Julian Stix genau richtig und schob zum 1:1 Ausgleichstreffer ein. Zum Ende der Partie gab es noch Möglichkeiten für die 60er das Spiel komplett zu drehen, es blieb beim 1:1 Unentschieden.

Rosenheim hat ein sehr starkes Spiel gezeigt und hätte es auf Grund der besseren Chancen auch verdient, dieses Spiel zu gewinnen. Dennoch ist man mit diesem Punkt zufrieden und kann mit breiter Brust am Samstag den 06.09.2019 zum 2. Saisonspiel nach Regensburg reisen.

Nächstes Heimspiel am Sonntag den 15.09.2019 gegen den FC Deisenhofen.

Aufstellung: Thomas Wimmer, Georg Hanslmayer, Marinus Bachleitner (65. Min. Julian Stix), Luca Jesse (16. Min. Michele Cosentino, Dzenan Hodzic, Andreas Maier, Murad Velijev, Luca Schmitzberger, Vegard Salihu ( 66. Min. Nico Schiedermeier), Moritz Knauer, Achitpol Keereerom

60er nochmal aktiv auf dem Transfermarkt – dänischer Profi wechselt nach Rosenheim

2 Sep

Kurz vor Ende der Transferzeit kann der TSV 1860 Rosenheim nochmal einen Neuzugang vermelden. Ab sofort wird der Däne Nicolaj Madsen das Mittelfeld der 60er verstärken.

„Wir haben uns nicht unter Druck gesetzt und abgewartet, bis wir den richtigen Spieler gefunden haben. Nach unseren Abgängen im Sommer waren wir noch auf der Suche nach Verstärkung im Mittelfeld. Nicolaj Madsen ergänzt mit seiner Erfahrung perfekt unser junges Team. Wir sind sehr glücklich ihn in Rosenheim begrüßen zu können,“ so Hans Kroneck, der sportliche Leiter der 60er.

Der 31-jährige Nicolaj Madsen kann fast 200 Spiele in der dänischen Superliga vorweisen, unter anderem für SönderjyskE, Vejle Boldklub und zuletzt bei HB Köge. Aus privaten Gründen hat es ihn nun nach München verschlagen.

Madsen könnte beim nächsten Auswärtsspiel gegen Türkgücü München bereits zum Einsatz kommen.

Neu-60er Nicolaj Madsen bei der Vertragsunterzeichnung mit Abteilungsleiter Nico Foltin

0:2 und 1:3 zurück: 1860 erkämpft Punkt gegen Schalding-Heining

31 Aug

Zweimal mit zwei Toren zurückgelegen, doch nie aufgegeben und am Ende einen verdienten Punkt geholt – so lautete das Fazit des TSV 1860 Rosenheim nach dem zumindest in der zweiten Hälfte spektakulären 3:3 (0:2)-Unentschieden am Freitagabend im Heimspiel gegen den SV Schalding-Heining.

Der erste Durchgang ist schnell erzählt: Rosenheim war eigentlich ganz gut im Spiel, auch wenn jeglicher Zug nach vorne fehlte. Nach einer guten halben Stunde erlaubte sich Kapitän Christoph Wallner im eigenen Strafraum ein völlig überflüssiges Foul an Fabian Schnabel, so dass dem souveränen Schiedsrichter Andreas Hummel nichts anderes übrig blieb, als auf den Punkt zu zeigen. Stefan Rockinger verwandelte eiskalt zur Gästeführung (32.). Sechs Minuten später hieß es gar 0:2, als Martin Tiefenbrunner von rechts ungehindert flanken durfte und Andreas Jünger am Fünfer mit dem Kopf einen Tick eher am Ball war als 1860-Schlussmann Alin Goia (38.).

Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie gehörig Fahrt auf. Nach einem weiten Einwurf von Moritz Moser stocherte Danijel Majdancevic die Kugel aus kurzer Distanz zunächst zum Anschlusstreffer über die Linie (53.). Die Freude währte allerdings keine 60 Sekunden, denn im direkten Gegenzug stellte Jünger mit einem sehenswerten Schuss aus 25 Metern direkt auf 1:3 (54.) für die Niederbayern.

Mit viel Wut im Bauch machten die Hausherren in der Folge eine Menge Dampf. Majdancevic verwandelte nach einem Handspiel von Tiefenbrunner den fälligen Strafstoß sicher zum 2:3 (68.), was natürlich zusätzlich Auftrieb gab. Auf der Gegenseite verpasste Jünger frei vor dem leeren Tor die Vorentscheidung (74.) für Schalding, ehe der eingewechselte Korbinian Linner in der 82. Minute aus 16 Metern zum umjubelten 3:3-Ausgleich in den rechten Winkel traf. In der Nachspielzeit sah Schaldings Philipp Knochner, ein Ex-Rosenheimer, wegen wiederholten Foulspiels noch die Ampelkarte.


Das Spiel in der Statistik:
TSV 1860 Rosenheim – SV Schalding-Heining 3:3 (0:2)

TSV 1860 Rosenheim: Goia – Mayerl, Lenz, Wallner, Köhler – Majdancevic, Shabani (77. Merdan), Moser, Demolli (67. Eminoglu) – Hölzl (80. Linner) – Mushkolaj – Trainer: Kasparetti.

SV Schalding-Heining: Schöller – Kurz (35. Tiefenbrunner), Dantscher, Piermayr, Pex – Knochner – Rockinger, Huber – Jünger, Pillmeier (77. Burmberger), Schnabel – Trainer: Köck. Schiedsrichter: Hummel (Betzigau).

Tore: 0:1 (32.) Rockinger (Foulelfmeter), 0:2 (38.) Jünger, 1:2 (53.) Majdancevic, 1:3 (54.) Jünger, 2:3 (68.) Majdancevic (Handelfmeter), 3:3 (82.) Linner

Zuschauer: 280.
Gelb: Wallner / Schnabel, Pex.
Gelbrot: – / Knochner (90.+2, wiederholtes Foulspiel)

Sechziger verpflichten neuen Keeper und wollen Heimsieg

29 Aug

Nach zwei deutlichen Liga-Niederlagen (0:3 in Bayreuth, 1:6 gegen Heimstetten) wartet auf den TSV 1860 Rosenheim am Freitagabend, 19 Uhr, im Jahnstadion ein wichtiges Heimspiel. Gegen den SV Schalding-Heining möchten die Sechziger in die Erfolgsspur zurückfinden.

Dabei gibt es ein schnelles Wiedersehen mit den Gästen aus dem Passauer Vorort, gegen die die Corox-Elf erst vor eineinhalb Wochen in der zweiten Pokalrunde mit 0:1 knapp den Kürzeren gezogen hatte. Für Rosenheims Coach Thomas Kasparetti ist das jedoch bereits abgehakt: „Das Pokalspiel sowie die Niederlagen in Bayreuth und gegen Heimstetten haben wir umfangreich analysiert und inzwischen auch vollständig aufgearbeitet.“

Die Aufgabe gegen die Grün-Weißen wird allerdings alles andere als leicht. Schalding gilt als sehr kompaktes Team, das sehr aggressiv und akribisch in der Defensive arbeitet. Zudem verfügt die Mannschaft laut Kasparetti über ein „sehr gutes Umschaltspiel“ mit einer echten „Konterwaffe“. Damit ist Stürmer Fabian Schnabel gemeint, der erst letzte Woche beim Auswärtserfolg (3:1) in Heimstetten getroffen hat.
Deswegen gilt es, in den Zweikämpfen – vor allem auch im Mittelfeld – dagegenzuhalten und ein genaues Auge auf Schnabel zu haben. „Wir haben in dieser Woche viel miteinander kommuniziert“, sagt Kasparetti. Das Trainerteam hatte zuletzt den Eindruck, dass die Mannschaft ein wenig den Fokus verloren hatte. „Wir haben auch daran gearbeitet, dass sich jeder wieder auf seine eigenen Stärken besinnt“, so der Chefcoach.
Vielleicht ist in diesem Zusammenhang auch die Torhütersituation nicht ganz spurlos an der Mannschaft vorbeigegangen. In Bayreuth gab Neuzugang Alin Goia sein Debüt, der nun auch gegen Schalding zwischen den Pfosten stehen soll. Als neue Nummer 2 haben die Sechziger nun außerdem Niklas Pfister verpflichtet. Der 18-Jährige kommt vom FC
Ismaning und hat in dieser Woche seinen Vertrag unterschrieben. Ausgebildet wurde Pfister unter anderem im Nachwuchs des Kooperationspartners SpVgg Unterhaching.
Ansonsten steht Kasparetti nahezu der komplette Kader zur Verfügung. Laurin Demolli hatte unter der Woche zwar leichte Oberschenkel-Probleme, sollte aber für die Freitagspartie rechtzeitig fit werden. Damit fehlt derzeit nur noch Innenverteidiger Matthias Heiß, der jedoch kommende Woche wieder voll ins Mannschaftstraining einsteigen soll.

Doch auch ohne den Kapitän ist die Zielsetzung für die Sechziger klar:
Gegen Schalding sollen endlich wieder drei Punkte her!