1860 Rosenheim unterliegt Heimstetten 1:6

18 Aug

Letzte Woche hochgelobt nach dem Sensationssieg beim Spitzenreiter Nürnberg II und am Freitagabend nach der 1:6-Heimniederlage am Boden zerstört – der Fußball-Regionalligist 1860 Rosenheim erlebte innerhalb von sieben Tagen alle Höhen und Tiefen.

Rosenheim – Trotz der 1:6-Niederlage gegen Heimstetten bleibt Sechziger-Coach Thomas Kasparetti optimistisch: „Das war sicher keine tolle Leistung, aber wir müssen jetzt ruhig bleiben und weiter hart arbeiten.“ Kasparetti sprach allerdings auch die „eklatanten Fehler“ seines Teams an, die der haushoch überlegene Gegner aus Heimstetten gnadenlos bestrafte.

Und genau um diese eklatanten Fehler geht es, denn die Sechziger haben definitiv ein Torhüterproblem. Egal wer im Kasten steht, ob wie am Freitag der 22-jährige Mario Stockenreiter oder der 19-jährige Marius Herzig, sie strahlen nicht die notwendige Sicherheit aus, sind immer für einen Fehler gut und es fehlt beiden Torhütern (noch) die Beständigkeit, die man auf Regionalliga-Niveau braucht.

Auch gegen Heimstetten patzte Stockenreiter bei den ersten beiden Treffern und danach war der Anfangselan der Sechziger wie weggeblasen. „Ich glaube jeder hat gesehen, dass wir auf dieser Position reagieren müssen“, erklärte der Sportliche Leiter Hans Kroneck und er spielt mit offenen Karten. „Wir haben beide Torhüter informiert, dass wir bis Ende August auf der Suche nach einem erfahrenen Keeper sind. Wir stehen zu unseren Verträgen und wer die Herausforderung annehmen will, kann natürlich weiter bei uns spielen.“ Klare Worte von Kroneck, der auch zugibt, dass man Interesse am SBR-Keeper Alin Goia hat. „Ob das letztendlich im Rahmen unserer neuen Kooperation klappt , wird sich zeigen“, erklärte Korneck, der sich davon distanziert den Torhüter unterbreitet zu haben, dass sie sich einen neuen Verein suchen können. „Das stimmt defintiv nicht. Ich war nur ehrlich zu ihnen“, stellt Kroneck klar.

Das alles hat mit der Leistung der Mannschaft nichts zu tun, denn Kroneck stellt richtigerweise fest: „Wer diesem Druck nicht gewachsen ist, kann nicht Regionalliga spielen“. Und so wie sich die Sechziger nach dem 0:2 präsentierten, hatte das definitiv kein Regionalliga-Niveau. Da kamen kaum Pässe an, die Heimstettener profitierten immer wieder von Unaufmerksamkeiten und Nachlässigkeiten der Hausherren aber die Gäste spielten auch bärenstark. „Wir haben das über 90 Minuten richtig gut gemacht und uns endlich einmal belohnt. Entscheidend war das schnelle dritte Tor nach der Pause,“ sagte Heimstettens Coach Christoph Schmitt. Was dann folgte, war desolat von den Sechzigern. Innerhalb von 13 Minuten erhöhten die Gäste bis zur 68. Minute auf 6:0 und man musste ein Debakel befürchten.

Weil es aber Heimstetten etwas ruhiger angehen ließ und sich die Sechziger nach Kräften wehrten, gelang ihnen sogar noch der Ehrentreffer durch Torjäger Luftetar Mushkolaj.

TSV 1860 Rosenheim: Stockenreiter, Wallner, Lenz, Sattelberger (46. Neumeier), Moser, Fambo, Mayerl (46. Linner), Shabani (59. Hölzl), Demolli, Mushkolaj, Majdancevic.

Schiedsrichter: Jochen Gschwendtner (Wurmannsquick)

Zuschauer: 305

Tore: 0:1 Riglewski (8.), 0:2 Riglewski (29.), 0:3 Riglewski (52.), 0:4 Schels (55.), 0:5 Rojek (58.), 0:6 Reuter (68.), 1:6 Mushkolaj (85.)

Quelle: ovb-online