Bittere Auswärtspleite! Last-Minute-K.o. in Unterzahl

20 Jul

Der TSV 1860 Rosenheim verliert nach einer umkämpften Begegnung extrem bitter beim FC Augsburg. Erst in der letzten Spielminute vor dem Schlusspfiff fiel der Siegtreffer für die Hausherren, die ab der 73. Minute in Überzahl spielten. 

Die Augsburger fanden etwas besser in die Begegnung und konnten sich in der neunten Minute zum ersten Mal dem Tor annähern. Nach einer Ecke holte sich Augsburg den herausgeschlagenen Ball, Romario Rösch fackelte nicht lange und zog vom rechten Strafraumeck ab, TSV Keeper Marius Herzig konnte den Schuss erstmal nur abwehren, seine Vordermänner konnten die Situation dann endgültig klären. 

In der 14. Minute kamen dann die Sechzger zum ersten Mal vor das Tor. Ein weiter Einwurf von Moritz Moser von der linken Seite passierte Freund und Feind im Augsburger Strafraum. Der Ball kam zu Korbinian Linner am rechten Torraumeck, doch der traf nur das Außennetz. 

Beide Mannschaften hatten immer wieder kleinere Torchancen, die allerdings allesamt nicht wirklich gefährlich wurden. Entweder verhinderte ein Abwehrbein, oder ein Keeper konnte die Situation bereinigen, weshalb der erste Spielabschnitt mit der Nullnummer endete. 

Kurz nach dem Wiederanpfiff hatten die Gäste aus Rosenheim die nächste Chance. Wieder sorgte ein weiter Einwurf von Moritz Moser für Gefahr, doch Christoph Wallners Kopfball ging links am Kasten vorbei. In der 50. Spielminute hatten die Hausherren dann die beste Chance des bisherigen Spiels. Sebastiano Nappo zog aus 25 Metern genau ins Dreieck, doch Keeper Marius Herzig hielt per Glanzparade.

Nach einer gespielten Stunde wurde der Druck der Fuggerstädter dann höher, der eingewechselte Kilian Jakob erlief ein weites Zuspiel, dieser wurde dann von Alexis Fambo allerdings in höchster Not fair vom Ball getrennt. Für den nächsten Aufreger der Begegnung sorgte Linor Shabani, der ging mit dem langen Bein im Anstoßkreis Richtung Ball, erwischte aber Jannik Schuster. Schiedsrichter Martin Speckner zückte darauf die Gelb-Rote. Die Rosenheimer kämpften in der Folgezeit um jeden Meter und wollten diesen Punkt unbedingt verteidigen, was auch bis zur 90. Spielminute gelang, doch dann schlug der FCA mit dem Schlusspfiff nochmal zu.

Die Rosenheimer bekamen den Ball nicht richtig geklärt und das Spielgerät landete bei Sebastiano Nappo, der nicht lange zögerte und das Leder aus knapp 10 Metern ins Gehäuse wuchtete – danach war Schluss.

Eine wirklich bittere Niederlage für die Sechzger, die wieder einmal alles in die Waagschale warfen und sich nicht dafür belohnen konnten. Bereits am Dienstag geht es für die Rothosen weiter, dann ist der TSV Rain, der den SV Wacker Burghausen mit 1:0 besiegen konnte, zu Gast. Anpfiff ist am Dienstag um 19.00 Uhr. 

Gelingt mit Mut und Kompaktheit der nächste Coup?

18 Jul

TSV 1860 Rosenheim gastiert am Freitag beim FC Augsburg II

Mit „viel Rückenwind“ und einer „positiven Grundstimmung“ reist der TSV 1860 Rosenheim am Freitag zum ersten Auswärtsspiel der neuen Regionalliga-Saison. Um 19 Uhr gastiert die Corox-Elf im altehrwürdigen Rosenaustadion bei der U23 des Bundesligisten FC Augsburg.

Bei den Sechzigern hat man sich intensiv auf den Gegner vorbereitet. „Augsburg spielt etwas anders als zuletzt Burghausen. Sie versuchen noch mehr spielerische Akzente zu setzen und gute Lösungen bei eigenem Ballbesitz zu finden“, hat Trainer Thomas Kasparetti bei seiner Analyse herausgefunden. Die Fuggerstädter sind ihrerseits mit einem 3:1-Erfolg in Buchbach in die neue Spielzeit gestartet. Kasparetti erwartet ein intensives und temporeiches Spiel:  „Genau wie wir hat Augsburg eine junge Mannschaft. Da wird viel Power drin sein.“

Im Lager der Rosenheimer blickt man dem Auftritt in Schwaben zuversichtlich entgegen – nicht zuletzt dank der sehr ansprechenden Leistung beim Auftaktsieg gegen Burghausen (4:2) am vergangenen Sonntag. „Wir wollen diese Leistung bestätigen“, so Kasparetti, dem für dieses Vorhaben nahezu der komplette Kader zur Verfügung steht. Auch Luftetar Mushkolaj wird wieder zum 18-Mann-Aufgebot zählen, der zuletzt beim Auftakt gegen Wacker Burghausen wegen seiner Gelbrot-Sperre aus der Relegation gegen Gebenbach gefehlt hatte. Ob der Kosovare allerdings gleich in die Startelf rückt, will das Trainerteam erst kurzfristig entscheiden.

Die Devise für das Spiel in Augsburg ist klar. „Wir wollen wieder mutig auftreten und über Kompaktheit in den kommenden Wochen Punkt für Punkt sammeln“, so Kasparetti, der parallel dazu natürlich auch den bereits eingeleiteten „Ausbildungsgedanken forcieren“ möchte. 

Zudem wird demnächst auch der Konkurrenzkampf im Kader noch weiter zunehmen, denn die zuletzt langzeitverletzten Adel Merdan und Kapitän Matthias Heiß stehen kurz vor einer Rückkehr ins Mannschaftstraining. „Bei Matze ist der Heilungsverlauf sehr positiv. Ursprünglich war die Rückkehr ins Teamtraining erst für Mitte August vorgesehen. Jetzt sieht es danach aus, als ob dies vielleicht schon nächste Woche hinhauen könnte. Auch Adel sollte nächste Woche wieder voll einsteigen können“, so der Coach, der dann noch mehr Variationsmöglichkeiten haben wird.

1860 feiert mit Derbysieg Saisonstart nach Maß

14 Jul
Das war ein Start nach Maß für den TSV 1860 Rosenheim in die neue Regionalliga-Saison: Am 1. Spieltag gewannen die Sechziger das Derby gegen den SV Wacker Burghausen vor über 1.000 Besuchern mit 4:2 (2:0).
Bei schwierigen Platzverhältnissen tasteten sich beide Teams zunächst ab. Es dauerte geschlagene 20 Minuten bis zur ersten nennenswerten Torraumszene, als sich Laurin Demolli halblinks energisch durchsetzte, allerdings am langen Arm von Wacker-Keeper Ludwig Zech hängenblieb. Der Nachschuss von Danijel Majdancevic wurde von einem Verteidiger kurz vor dem Tor weggeköpft.
Der junge Gäste-Torwart stand auch in der Folge im Mittelpunkt. Erst kam Moritz Moser nach einem Freistoß von Linor Shabani vor ihm an den Ball und köpfte zur 1:0-Führung für die Gastgeber ein (27.). Zwei Minuten vor der Pause sah Zech dann alles andere als gut aus, als er nach einer Ecke von Max Mayerl einen Kopfball von Christoph Wallner durchrutschen ließ – 2:0 für die Sechziger. Burghausen hatte bis zur Pause hingegen keine nennenswerte Torchance, forderte allerdings in der 35. Minute einen Elfmeter. Allerdings war Sammy Ammari in dieser Szene schlichtweg ohne Gegnereinwirkung ausgerutscht.
Auch nach der Pause erwischten die Gastgeber wieder einen Start nach Maß. Nach einer kurz ausgeführten Ecke und einer Flanke von Mayerl wurde der Ball auf den zweiten Pfosten verlängert, wo Wallner einen Schritt schneller als sein Gegenspieler war und den Ball zum 3:0 über die Linie brachte (50.). Der Ex-Rosenheimer Andrija Bosnjak und Ammari (58.) vergaben auf der Gegenseite eine Doppelchance, ehe Wacker durch einen trockenen 20-Meter-Flachschuss von Julien Richter auf 3:1 verkürzte (60.).
Die Gäste blieben nun am Drücker. Ammari probierte es erst aus der Drehung (74.) und scheiterte dann per Kopf an der Latte (78.), ehe Majdancevic nach einem Klassekonter über Korbinian Linner und Sebastian Hölzl in der 89. Minute mit dem 4:1 alles klar machte. Burghausen kam durch Muhamed Subasic zwar noch einmal heran (90.) und konnte in der Nachspielzeit noch einen weiteren Lattentreffer verzeichnen, ernsthaft in Gefahr geriet der Sieg der Hausherren jedoch nicht mehr.
Stimmen zum Spiel:
Wolfgang Schellenberg (Trainer SV Wacker Burghausen): „Anfangs hat uns Rosenheim ordentlich unter Druck gesetzt und wir hatten kaum Entlastung. Hinzu kamen viele verlorene Zweikämpfe und unnötige Fouls. Die Gegentore sind aber alle nach Standards gefallen, davor hatten wir noch gewarnt. In der zweiten Halbzeit waren wir dann am Drücker, hatten zwei Lattentreffer und auch aus dem Spiel heraus noch einige gute Möglichkeiten.“
Thomas Kasparetti (Trainer TSV 1860 Rosenheim): „Wir wollten mutig aufspielen und ein gutes Gefühl bekommen. Das ist uns in der ersten Halbzeit sehr gut gelungen, wobei wir natürlich davon profitiert haben, dass die Chancen heute gleich reingegangen sind. Nach der Pause haben wir deutlich an Höhe verloren, aber so etwas muss man einer jungen Mannschaft auch mal zugestehen. Das werden wir genau analysieren.“
 
Das Spiel in der Statistik:
TSV 1860 Rosenheim – SV Wacker Burghausen 4:2 (2:0)
TSV 1860 Rosenheim: Herzig – Fambo, Wallner, Lenz – Mayerl, Shabani (89. Tobias), Moser, Köhler (80. Neumeier) – Demolli (71. Hölzl), Linner – Majdancevic – Trainer: Kasparetti.
SV Wacker Burghausen: Zech – Nicklas (73. Mazagg), Buchner, Mankowski, Schulz – Bachschmid (46. Maier), Subasic, Scheidl, Stingl (46. Richter) – Bosnjak, Ammari – Trainer: Schellenberg.
Schiedsrichter: Böhm (Wolfratshausen).
Tore: 1:0 (27.) Moser, 2:0 (43.) Wallner, 3:0 (50.) Wallner, 3:1 (60.) Richter, 4:1 (88.) Majdancevic, 4:2 (90.) Subasic.
Gelb: Fambo / Mankowski, Bachschmid.
Zuschauer: 1.006.
Bes. Vorkommnisse: keine.

„Super Stimmung“ und „gut gearbeitet“: 1860 heiß auf Derby-Auftakt

11 Jul

Nur 41 Tage nach der nervenaufreibenden Relegation gegen die DJK Gebenbach und dem damit verbundenen Klassenerhalt in der Regionalliga Bayern wird es für den TSV 1860 Rosenheim schon wieder ernst. Am Sonntag, 14 Uhr, steht im Jahnstadion am 1. Spieltag der neuen Saison das prestigeträchtige Derby gegen den SV Wacker Burghausen auf dem Programm.

Trotz der extrem kurzen Vorbereitungszeit von nur dreieinhalb Wochen ist man im Lager der Sechziger heiß auf den Auftakt. „Eine unserer Hauptaufgaben war es, die ganz vielen jungen neuen Spieler an das Team heranzuführen, zu integrieren und ihnen unsere Spielidee zu vermitteln. Ich denke, das ist uns ganz gut gelungen“, sagte Trainer Thomas Kasparetti, der auch schon einen „sehr guten Zusammenhalt“ innerhalb der Mannschaft festgestellt hat.

Diese Einheit wird auch nötig sein, denn mit Burghausen kommt ein vermutlich bärenstarker Gegner an die Mangfall – auch wenn es zum Saisonauftakt für beide Teams gewissermaßen ein Sprung ins Ungewisse sein wird. „Burghausen ist ein absolutes Top-Team, das aus meiner Sicht in dieser Saison sicherlich zu den Meisterschaftsfavoriten zählt. Wir müssen zusehen, dass wir kompakt und geschlossen dagegen halten, das Tempo des Gegners aufnehmen und dann immer wieder Nadelstiche setzen“, ließ Kasparetti schon ein wenig die Marschroute für sein Team durchblicken.

Burghausen zeigte sich bislang bereits in beachtlicher Frühform. Die Elf von Wolfgang Schellenberg verlor nur eines ihrer insgesamt elf Vorbereitungsspiele (2:4 gegen Zweitliga-Aufsteiger Wehen-Wiesbaden). Zuletzt musste allerdings kurzfristig der Vorbereitungsplan umgeschmissen werden, da man wegen „Sicherheitsbedenken“ von einem Testturnier in Kirchanschöring kurzfristig ausgeladen wurde. Im Raum standen potentielle Fan-Ausschreitungen. „So etwas ist eine Woche vor dem Regionalliga-Auftakt alles andere als gut“, sagte Teammanager Karl-Heinz Fenk. Ersatzweise wurde ein weiteres Testmatch am Dienstagabend gegen den SV Kirchanschöring organisiert, das die Salzachstädter souverän mit 4:1 gewannen. 

Zur eigenen Aufstellung wollte der Rosenheimer Coach derweil noch nicht zu viel verraten: „Die Spieler, auch diejenigen, die zum Teil erst später dazugekommen sind, haben in der Vorbereitung alle sehr gut gearbeitet. Ich bin mir ziemlich sicher, dass der eine oder andere am Sonntag sein Debüt in der Regionalliga feiern wird.“ 

Klar ist aber auch, dass das Corox-Team mit Wiggerl Räuber, Pius Krätschmer und jetzt kurzfristig noch mit Markus Einsiedler und Philipp Maier vier namhafte Abgänge wegstecken muss. „Zweifellos werden wir diese vier gestandenen Spieler nicht 1:1 ersetzen können. Wir müssen uns vielmehr überlegen, wie wir jetzt unsere Spielweise entsprechend anpassen“, so Kasparetti, der aber auch klarstellte, dass so etwas „Zeit und Geduld“ brauche.

Das sieht der Sportliche Leiter, Hansjörg Kroneck, ähnlich. „Grundsätzlich habe ich großes Vertrauen in den bestehenden Kader. Die Stimmung ist super und wir müssen den Jungs jetzt auch erst mal ein paar Wochen Zeit geben.“ Weitere Transfers bis zur Deadline am 31. August wollte der Sportchef aber nicht gänzlich ausschließen: „Sollten wir feststellen, dass wir weit weg sind, müssen wir natürlich noch etwas machen!“ Den Gegenbeweis dazu können die Sechziger am Sonntag antreten.

Neue sportliche Herausforderungen – Einsiedler und Maier verlassen 1860

9 Jul

Stürmer Markus Einsiedler und Mittelfeldmann Philipp Maier verlassen den TSV 1860 Rosenheim. Nach vielen Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit möchten sich beide Spieler noch einmal neuen sportlichen Herausforderungen stellen. Einsiedler und Maier waren dem Verein viele Jahre verbunden und haben ihren Anteil an den erfolgreichen Auftritten in der Regionalliga geleistet.

Wir wünschen beiden Spielern für die Zukunft alles Gute.