Herren wachen zu spät in Rain auf

17 Nov

Es war ein Kellerkracher, der schnell entschieden schien, denn der Gastgeber legte druckvoll los und führte bereits komfortabel mit 3:0. Doch die Gäste aus Rosenheim kämpften sich nochmals zurück und machten es spannend. Die Punkte bleiben jedoch beim TSV Rain.

Alle Beteiligten wussten um die Wichtigkeit der Begegnung. So wollte der Gastgeber von Beginn an zeigen, dass hier nichts zu holen ist. Druckvoll und bis in die Haarspitzen motiviert zeigten sich die Rainer, die sich in der siebten Minute bereits dafür belohnten. Ein Freistoß von der linken Seite, knapp 30 Meter Torentfernung, flog in den Strafraum und wurde nicht entscheidend von den Rosenheimern geklärt. David Bauer reagiert am schnellsten und verwandelt zur 1:0 Führung für Rain. 

Die Sechzger kamen in der 16. Spielminute zur ersten Annäherung. Laurin Demolli gelangte nach einem langen Pass an den Ball und schoss aus 16 Metern ab. Der Keeper der Hausherren konnte allerdings parieren. Insgesamt gesehen, hatte Rain schon mehr vom Spiel und war stets aggressiv, doch auch Rosenheim konnte durchaus gefährliche Nadelstiche setzten, doch bevor ein solcher erfolgreich war, mussten die Gäste den Ball schon wieder aus dem Netz holen.

In der 25. Spielminute erhöhten die Hausherren nämlich schon auf 2:0. Nach einer Ecke verloren die Sechzger den Ball und so konterte der TSV Rain mit drei Spielern gegen einen Verteidiger. Marko Cosic verwandelte mit einem sehenswerten Heber über Alin Goia hinweg zum 2:0 – ein Kontertor nach eigener Ecke, bitter. 

Die Hausherren hätten in der 35. Minute auch schon fast den nächsten erfolgreichen Konter gefahren. Der Ball gelangte schlussendlich auf der linken Seite zu Marko Cosic, der aus spitzem Winkel den Keeper der Gäste prüfte, doch Goia konnte zur Ecke klären. Die letzte Möglichkeit des ersten Abschnitts gehörte nochmals den Rosenheimern und was für eine Chance das war, noch vor der Halbzeit auf 2:1 zu verkürzen. Nach einem langen Pass gelangte Nicolaj Madsen in der 43. Minute nach einem langen Pass am linken Strafraumeck an den Ball und schoss. Ein Verteidiger der Rainer klärte gerade noch auf der Linie – Pech für Rosenheim, das wäre ein immens wichtiger Zeitpunkt gewesen.

Die Gäste waren es auch, die in der 51. Minute die erste Gelegenheit der zweiten Hälfte hatten. Ein Freistoß flog in den Rainer Strafraum und Korbi Linner kam an den Ball, der aus spitzem Winkel auf das kurze Eck zielte, Rain-Keeper Hartmann stand jedoch richtig und klärte gerade noch. Doch auch die Heimmannschaft zog sich nicht zurück und konnte in der 56. Minute erneut eiskalt zuschlagen. Der Ball wurde von der rechten Seite in den Sechzehner geflankt, wo David Bauer die Kugel um seinen Gegenspieler herum ins Tor schoss. Goia war ohne Chance. 

Obwohl das Spiel zu diesem Zeitpunkt schon entschieden schien, fanden die Rosenheimer doch nochmal in die Partie zurück. In der 74. Minute verkürzte nämlich Luftetar Mushkolaj auf 3:1. Einen Freistoß aus knapp 25 Metern zirkelte der Rosenheimer sehenswert in den rechten Winkel. Und aus Sicht der Sechzger kam es noch besser, denn nur sechs Minuten später dezimierte sich der TSV Rain selbst und musste das Spiel, welches nun auf Messers Schneide stand, in Unterzahl beenden. Jonas Greppmeier war der Übeltäter und flog mit Rot.

Die Rosenheimer warfen nochmals alles nach vorne und konnten in der 90+2. Spielminute sogar auf 3:2 verkürzen. Eine Flanke von links kam zu Laurin Demolli, der am kurzen Toreck den Ball am Keeper des TSV Rain einschob. Es wurde also nochmals richtig spannend, jedoch ohne Erfolg für die Sechzger, denn nach 90+5. Minuten wurde das Spiel abgepfiffen und der TSV Rain konnte so die Punkte behalten. 

Quelle: Beinschuss

Kampf annehmen und punkten – Herren auswärts in Rain/Lech

15 Nov

Am 20. Spieltag der Regionalliga Bayern kommt es am Samstag, 16.11. im Georg Weberstadion in Rain zur Partie des TSV Rain/Lech gegen den TSV 1860 Rosenheim. Anpfiff ist um 14 Uhr.

Wenn der Tabellenletzte auf den Tabellen-16. trifft kann man von einem wahren Kellerderby sprechen, ein Spiel, das für beide Mannschaften immens wichtig ist.

Der November ging für beide Mannschaften gut los, die 60er haben sich viel vorgenommen und starteten mit dem Sieg in Burghausen top in den Monat. Die klare 0:4 Heimniederlage gegen den FC Augsburg II letzte Woche hat die Mannschaft gut aufgearbeitet und verarbeitet. Knackpunkt war die frühe Rote Karte gegen die 60er, die die Marschroute für dieses Spiel früh über den Haufen geworfen hat.

Rain läuft mit breiter Brust auf, zwei Siege am Stück gegen die SpVgg Greuther Fürth und gegen Burghausen geben der Mannschaft aktuell Rückenwind.

„Wir erwarten einen unangenehmen Gegner, der mit sehr zweikampfstark ist und mit den zwei Siegen am Stück wieder neues Selbstvertrauen gesammelt hat“, so 60er Coach Thomas Kasparetti. „Es wird ein typisches Novemberspiel. Schwierige Platzverhältnisse, ein kampfbetontes Spiel mit vielen Zweikämpfen, die wir annehmen müssen.“

Genau an dieser Einstellung wurde die ganze Woche in der Trainingswoche gearbeitet und die Mannschaft auf dieses Spiel eingestellt.

Bei Rain sind einige Spieler gesperrt, wir werden uns genau anschauen, mit welcher taktischen Formation sie gegen uns antreten. Jonas Müller ist der Kopf ihrer Mannschaft, den wollen wir in den Griff bekommen. Wir wollen auf alle Fälle punkten“, so gibt sich kämpferisch Kasparetti weiter zur taktischen Ausrüstung.

Beide Mannschaften wollen weiter punkten vor der Winterpause, ein Erfolg gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf wiegt besonders hoch. Ein spannendes Spiel ist somit vorprogrammiert.

60er wollen weiter punkten

8 Nov

Am Samstag 9. November, gastiert der FC Augsburg II am 19. Spieltag in der Regionalliga Bayern im Rosenheimer Jahnstadion. Anpfiff ist um 14 Uhr.

Der FC Augsburg II möchte den guten, positiven Trend der letzten Wochen weiter beibehalten. Die Fuggerstädter haben sich mit guten Ergebnissen aus dem Tabellenkeller rausgearbeitet und stehen derzeit auf Rang 12, nur einen Platz und zwei Punkte vor den 60ern.

60er Coach Thomas Kasparetti schätzt den Gegner so ein: „Ich erwarte eine sehr spielfreudige Mannschaft mit guter Technik und gutem Positionsspiel. In den letzten Wochen wurde die Mannschaft auch immer wieder mit ein paar Spieler aus dem erweiterten Kader der Bundesligamannschaft verstärkt. Das gibt Augsburg zusätzlich Stabilität. Wir werden uns gut darauf einstellen.“

Im Hinspiel verloren die 60er denkbar knapp durch einen Treffer in der Nachspielzeit mit 0:1, nachdem man lange Zeit in Unterzahl den Augsburgern Paroli geboten hat.

„Wir wollen defensiv Kompakt stehen. Darauf haben wir in der letzten Woche unsere Trainingsarbeit ausgerichtet. Matze Heiß, Georg Lenz und Alin Goia haben das letzte Woche beim Sieg in Burghausen richtig gut gelöst, nichts zugelassen. Daran wollen wir anknüpfen“, gibt sich Kasparetti optimistisch.

Der Sieg im Derby gegen Burghausen hat gutgetan, sowohl dem Selbstvertrauen als auch dem Bild in der Tabelle. Für beide Mannschaften gilt es jetzt nachzulegen. Die besten Voraussetzungen für eine spannende Partie.

Weiter nix zu holen in Buchbach

27 Okt

Es bleibt dabei: Der TSV 1860 Rosenheim bleibt der Lieblingsgegner des TSV Buchbach in der Fußball-Regionalliga Bayern. Beim 2:0-Erfolg am Freitagabend gelang den Rot-Weißen der sechste Sieg im sechsten Heimspiel gegen die Rosenheimer, die in elf Vergleichen gerade mal auf zwei Unentschieden kommen. Während die Buchbacher die Vorrunde mit starken 26 Punkten beendet haben, kämpfen die Gäste mit elf Punkten Rückstand weiter akut um den Klassenerhalt.

Die Hausherren, die erneut mit dem letzten Aufgebot antreten mussten, kamen gut in die Partie und konnten bereits in der neunten Minute jubeln: Nach einer Flanke von Samed Bahar stieg Aleks Petrovic im Zentrum zum Kopfball hoch, Keeper Alin Goia kam nicht richtig an den Ball und Selcuk Cinar staubte aus fünf Metern trocken ab. Die Gäste, die schon bei der Anfahrt Pech mit einer Bus-Panne hatten und fünf Kilometer vor Buchbach nach einem Reifenplatzer mit Kleinbusen abgeholten werden mussten, versuchten in der Folge Ordnung und Ruhe zu bewahren. Im Spielaufbau tat sich das Team von Trainer Thomas Kasparetti zunächst schwer und hatte Glück, dass Cinar in der 19. Minute nicht seinen zweiten Treffer nach einem Abpraller erzielte.

Ein Schuss von Christian Brucia (20) aus spitzem Winkel und ein Kracher von Korbinian Linner, der sich später bei einem üblen Zusammenprall am Kopf verletzte und ins Krankenhaus musste, aus einer ähnlichen Position (23.) blieben im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs die einzigen Chancen – beide Teams neutralisierten sich weitgehend im Mittelfeld. Nur vier Minuten nach Wiederbeginn hatte dann Thommy Breu nach einem Lupfer von Petrovic die ganz große Chance auf das 2:0, doch der Buchbacher Flügelstürmer scheiterte aus kurzer Distanz an Goia.

Mehr und mehr überließen die Gastgeber nun den Gästen die Räume, aber außer einem Kracher von Nicolaj Madsen ans Außennetz (63.) sprang dabei nicht raus. Anders die Buchbacher, die nun die Räume zum Kontern hatten: In der 68. Minute konnte die Rosenheimer Abwehr einen Distanzschuss von Cinar gerade noch zur Ecke klären, fünf Minuten später scheiterte Petrovic nach tollem Flankenlauf von Christian Brucia aus sechs Metern an Goia, doch in der 74. Minute war es dann so weit. Wieder war Brucia auf dem linken Flügel durchgebrochen, dessen Flanke konnten die Gäste im Zentrum noch klären, doch dann hämmerte Bahar den Abpraller aus 23 Metern in die Maschen.

Nach einer sehr umstrittenen roten Karte von Breu in der 83. Minute für ein taktisches Foul an der Mittellinie, bei dem aber noch acht Buchbacher hinter dem Ball waren, mussten die Hausherren die Schlussphase samt sechsminütiger Nachspielzeit in Unterzahl überstehen, gerieten dabei aber nicht mehr in Gefahr.

TSV Buchbach: Maus – Bahar, Leberfinger, Winterling, Rosenzweig, Drum – Hain, Petrovic – Breu, Cinar (69. Orth), Brucia (90. + 4 Sztaf). Trainer: Raupach/Bichlmaier.

TSV 1860 Rosenheim: Goia – Linner (59. Sattelberger), Heiß, Lenz, Mayerl – Demolli, Madsen, Shabani, Neumeier (72. Hölzl) – Majdancevic, Mushkolaj. Trainer: Kasparetti.

Tore: 1:0 Cinar (9.), 2:0 Bahar (74.)

Schiedsrichter: Hummel (Betzigau)

Zuschauer: 835

Gelb: Drum, Winterling, Brucia, Cinar, Bahar – Demolli

Rot: Breu (85.) für ein taktisches Foul.

Quelle: Beinschuss

Negativserie durchbrechen – Herren gastieren in Buchbach

24 Okt

Am Freitagabend, 25. Oktober, kommt es beim letzten Spieltag der Hinrunde der Regionalliga Bayern zum Inn-Salzach Derby in der SMR Arena in Buchbach. Anpfiff ist um 19 Uhr.

Die Bilanz gegen Buchbach ist katastrophal. Von 16 gespielten Partien konnten die Rosenheimer 60er nur zwei gewinnen. In Buchbach konnten die Innstädter bisher kein einziges Mal punkten. Diese Negativserie gilt es zu durchbrechen.

„Natürlich ist uns diese Statistik bewusst, aber das werden wir in Extra-Motivation umlenken. Wir wollen aus Buchbach auf alle Fälle was Zählbares mitnehmen“, gibt sich 60er Coach Thomas Kasparetti kämpferisch.

Schmerzhaft vermisst wird auf Rosenheimer Seite Kapitän Christoph Wallner. Der Abwehrspieler verletzte sich gegen Fürth schwer mit einem Sehnenriss im Oberschenkel und wurde Anfang der Woche bereits operiert. Auch für Moritz Moser kommt es nicht zu einem Wiedersehen mit seinem Ex-Club. Er kassierte seine 5. Gelbe Karte gegen Fürth und ist daher zum Zuschauen verdammt. Dazu ist die Sprunggelenksverletzung von Robert Köhler noch nicht vollständig ausgeheilt. Alexis Fambo befindet dich bereits in der Reha, mit ihm ist allerdings vor der Winterpause wahrscheinlich auch noch nicht zu rechnen. Kasparetti ist daher gezwungen, seinen Defensivverbund in diesem wichtigen Spiel umzubauen und neu zu strukturieren.

„Ich erwarte ein kampfbetontes, heißes Spiel. Ein richtiges Derby. Wir müssen über uns hinauswachsen und den Derby-Charakter annehmen, dann können wir auch bestehen. Buchbach ist eine defensiv stabile Mannschaft mit einer kompakten Spielweise. Sie sind in der Lage abzuwarten und die richtigen Nadelstiche zu setzen. Hier gilt es vorbereitet zu sein. Das wird extrem schwierig, so Kasparetti weiter.

Die gesammelten Derbyerfahrungen können die Rosenheimer gleich nutzen. Nächste Woche geht’s zum nächsten Inn-Salzach Derby nach Burghausen.