Niederlage im Pokal – jetzt Konzentration auf die Liga

20 Aug

Diese Pokal-Reise hätte sich der TSV 1860 Rosenheim in Nachhinein wohl gerne erspart. Trotz guter Leistung verlor en die Sechziger, bei denen überraschend der erst 17-jährige A-Junioren-Keeper Raphael Krause im Tor stand, in der 2. Runde des Toto-Pokals beim SV Schalding mit 0:1.

Schalding-Heining – Beim Pokalsspiel in Schalding machten sich die Rosenheimer das Leben selbst schwer, als Stürmer Danijel Majdancevic in der 32. Minute wegen Meckerns die Gelb-rote Karte bekam.

Trainer Thomas Kasparetti kritisierte die Entscheidung nach dem Spiel als zu hart: „Das war einfach übertrieben.“ Dennoch war der Trainer zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft, die nach der herben 1:6-Pleite gegen Heimstetten vom Freitag Wiedergutmachung betreiben wollte. „Wir haben es eigentlich ganz gut gemacht“, sagte der Trainer nach dem Spiel, „leider haben wir uns nicht belohnt.“

Vor allem in der Anfangsphase überzeugte Rosenheim, das aggressiv zu Werke ging und in den ersten drei Minuten gleich zwei hochkarätige Chancen durch Chris Wallner und Michael Neumeier verbuchte. „Wir wollten die Pleite vom Freitag vergessen machen“, sagte Trainer Kasparetti über die Anfangs-Offensive.

Danach kamen die Gastgeber aus Niederbayern vor der mauen Kulisse von lediglich 307 Zuschauern besser ins Spiel, Chancen aber blieben Mangelware. Das änderte sich erst, als Andreas Jünger mit seiner Flanke Alex Kurz fand, der aus einem Meter am langen Pfosten einschieben konnte (15.). Danach neutralisierten sich die beiden Teams weitestgehend, auch mit zehn Mann konnte Rosenheim noch gut mithalten.

Im zweiten Durchgang war Rosenheim dann keineswegs die schlechtere Mannschaft, bis auf einen Freistoß von Linor Shabani, den Schalding-Keeper Markus Schöller parieren konnte (53.), kam die Kasparetti-Elf aber selten gefährlich vors Tor. „Wir haben das in dieser Phase echt gut gemacht“, sagte der Rosenheim-Trainer. Auf der anderen Seite setzte Andreas Jünger einen Schuss aus 20 Metern deutlich über den Kasten (60.). In der Folge wurde der SVS stärker, erst scheitere Kapitän Stefan Rockinger per Fernschuss an der Latte (70.), dann köpfte er freistehend daneben (73.).

In der Schlussphase tat sich auf beiden Seiten nicht mehr viel. Rosenheim probierte noch so einiges, wurde aber nicht mehr gefährlich. Schalding verwaltete den Vorsprung klug und zieht somit verdient ins Achtelfinale ein. Schalding-Trainer Stefan Köck lobte Rosenheim nach dem Spiel für eine „gute Leistung“ und erwartet auch beim Punktspiel in zwei Wochen wieder ein „Spiel auf Augenhöhe“.

Der Wechsel von Alin Goia, Keeper des Fußball-Landesligisten SB Rosenheim, zum Regionalligisten 1860 Rosenheim ist wohl perfekt. Das hat die OVB-Sportredaktion am späten Dienstagabend erfahren. Im Gegenzug soll der 19-jährige Torhüter Alexander Kuile zum SBR wechseln. Außerdem spielt der 19-jährige Adrian Furch von 1860 Rosenheim ab sofort beim Landesligisten SB Chiemgau Traunstein.

1860 Rosenheim:Raphael Krause – Robert Köhler, Christoph Wallner, Georg Lenz, Maximilian Mayerl – Korbinian Linner (75. Alexis Fambo) , Moritz Moser, Linor Shabani, Michael Neumeier (62. Laurin Demolli) – Danijel Majdancevic, Luftetar Mushkolaj (80. Sebastian Hölzl).

Tor:Alex Kurz (15.).

Schiedsrichter: Julian Kreye (SSV Warmensteinach).

Zuschauer:307

Quelle: OVB-online

1860 Rosenheim unterliegt Heimstetten 1:6

18 Aug

Letzte Woche hochgelobt nach dem Sensationssieg beim Spitzenreiter Nürnberg II und am Freitagabend nach der 1:6-Heimniederlage am Boden zerstört – der Fußball-Regionalligist 1860 Rosenheim erlebte innerhalb von sieben Tagen alle Höhen und Tiefen.

Rosenheim – Trotz der 1:6-Niederlage gegen Heimstetten bleibt Sechziger-Coach Thomas Kasparetti optimistisch: „Das war sicher keine tolle Leistung, aber wir müssen jetzt ruhig bleiben und weiter hart arbeiten.“ Kasparetti sprach allerdings auch die „eklatanten Fehler“ seines Teams an, die der haushoch überlegene Gegner aus Heimstetten gnadenlos bestrafte.

Und genau um diese eklatanten Fehler geht es, denn die Sechziger haben definitiv ein Torhüterproblem. Egal wer im Kasten steht, ob wie am Freitag der 22-jährige Mario Stockenreiter oder der 19-jährige Marius Herzig, sie strahlen nicht die notwendige Sicherheit aus, sind immer für einen Fehler gut und es fehlt beiden Torhütern (noch) die Beständigkeit, die man auf Regionalliga-Niveau braucht.

Auch gegen Heimstetten patzte Stockenreiter bei den ersten beiden Treffern und danach war der Anfangselan der Sechziger wie weggeblasen. „Ich glaube jeder hat gesehen, dass wir auf dieser Position reagieren müssen“, erklärte der Sportliche Leiter Hans Kroneck und er spielt mit offenen Karten. „Wir haben beide Torhüter informiert, dass wir bis Ende August auf der Suche nach einem erfahrenen Keeper sind. Wir stehen zu unseren Verträgen und wer die Herausforderung annehmen will, kann natürlich weiter bei uns spielen.“ Klare Worte von Kroneck, der auch zugibt, dass man Interesse am SBR-Keeper Alin Goia hat. „Ob das letztendlich im Rahmen unserer neuen Kooperation klappt , wird sich zeigen“, erklärte Korneck, der sich davon distanziert den Torhüter unterbreitet zu haben, dass sie sich einen neuen Verein suchen können. „Das stimmt defintiv nicht. Ich war nur ehrlich zu ihnen“, stellt Kroneck klar.

Das alles hat mit der Leistung der Mannschaft nichts zu tun, denn Kroneck stellt richtigerweise fest: „Wer diesem Druck nicht gewachsen ist, kann nicht Regionalliga spielen“. Und so wie sich die Sechziger nach dem 0:2 präsentierten, hatte das definitiv kein Regionalliga-Niveau. Da kamen kaum Pässe an, die Heimstettener profitierten immer wieder von Unaufmerksamkeiten und Nachlässigkeiten der Hausherren aber die Gäste spielten auch bärenstark. „Wir haben das über 90 Minuten richtig gut gemacht und uns endlich einmal belohnt. Entscheidend war das schnelle dritte Tor nach der Pause,“ sagte Heimstettens Coach Christoph Schmitt. Was dann folgte, war desolat von den Sechzigern. Innerhalb von 13 Minuten erhöhten die Gäste bis zur 68. Minute auf 6:0 und man musste ein Debakel befürchten.

Weil es aber Heimstetten etwas ruhiger angehen ließ und sich die Sechziger nach Kräften wehrten, gelang ihnen sogar noch der Ehrentreffer durch Torjäger Luftetar Mushkolaj.

TSV 1860 Rosenheim: Stockenreiter, Wallner, Lenz, Sattelberger (46. Neumeier), Moser, Fambo, Mayerl (46. Linner), Shabani (59. Hölzl), Demolli, Mushkolaj, Majdancevic.

Schiedsrichter: Jochen Gschwendtner (Wurmannsquick)

Zuschauer: 305

Tore: 0:1 Riglewski (8.), 0:2 Riglewski (29.), 0:3 Riglewski (52.), 0:4 Schels (55.), 0:5 Rojek (58.), 0:6 Reuter (68.), 1:6 Mushkolaj (85.)

Quelle: ovb-online

Kräfte bündeln im Rosenheimer Fußball – TSV 1860 Rosenheim und Sportbund Rosenheim kooperieren

13 Aug

Viele Fußballinteressierte in Rosenheim halten es für einen überfälligen Schritt und die aktuell Verantwortlichen in beiden Vereinen tauschen sich auch schon seit Jahren aus, jetzt haben der TSV 1860 Rosenheim und der Sportbund Rosenheim eine gemeinsame Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.

„Es geht um die Weiterentwicklung des Fußballs in der Region. Da spielt es keine Rolle, welche Farbe das Trikot hat. Wir wollen bestmöglich Talente aus der Region fördern. Für uns ist es der nächste logische Baustein in unserem Konzept nach unserer Kooperation mit der SpVgg Unterhaching,“ so 60er Abteilungsleiter Franz Höhensteiger.

„Es ist absolut zeitgemäß im Sinne der Sache zu kooperieren. Beide Vereine stemmen hohe Herausforderungen, die man sinnvoll gemeinsam besser bewältigen kann,“ fügt Sportbund Abteilungsleiter Thomas Leppert an.

Die Kooperation startet im Herrenbereich, soll aber in weiteren Schritten auch auf den Jugendbereich ausgebaut werden. Hier findet bereits ein enger Austausch zwischen den Trainern und sportlichen Leitern statt.

Auch die jeweiligen Vereinsführungen unterstützen die Kooperation. 60er Vorstand Herbert Borrmann: „Sinnvolle Kooperationen sind unterstützenswert. Wir stehen hinter der Arbeit der Fußballabteilung.“

„Wir wollen Menschen mit den gleichen Werten zusammenführen und gemeinsam für unsere sportlichen und sozialen Ziele kämpfen. Diese Zusammenarbeit ist vor allem auf Nachhaltigkeit ausgerichtet,“ so Willi Bonke vom SBR.

Die konkrete Umsetzung der Zusammenarbeit ist nun die Arbeit der nächsten Tage und Wochen. „Die ersten Maßnahmen werden wir schnell umsetzen, wir wollen, dass die Kooperation auch nach außen schnell sichtbar wird,“ so 60er Abteilungsleiter Franz Höhensteiger.

Auswärtssieg beim Tabellenführer!!

11 Aug

Der 1. FC Nürnberg II hat in der Regionalliga Bayern gegen unsere Jungs die erste Saisonniederlage einstecken müssen, das zudem nach zuletzt zwei Siegen in Serie und insgesamt vier Siegen aus den letzten fünf Spielen. Vor heimischen Publikum kassierte der … Weiterlesen »

TSV 1860 Rosenheim gastiert beim 1. FC Nürnberg II

8 Aug

Mit Pokal-Rückenwind ins Duell mit dem Spitzenreiter

Eine schwere Auswärtsaufgabe erwartet den TSV 1860 Rosenheim am 6. Regionalliga-Spieltag. Die Sechziger gastieren am Samstag, 14 Uhr, beim bis dato ungeschlagenen Spitzenreiter 1. FC Nürnberg II.

„Gegen den Tabellenführer haben wir nichts zu verlieren und können nach dem Pokalerfolg befreit aufspielen“, sagte Abteilungsleiter Franz Höhensteiger im Hinblick auf die Partie im Max-Morlock-Stadion. Trotz einer fast 400 Kilometer langen und strapaziösen Anreise hatte sich die Corox-Elf am Mittwochabend mit 3:1 beim Landesligisten Kickers Selb durchgesetzt. Mann des Abends war dabei Abwehrspieler Alexis Fambo, der sich gleich doppelt in die Torschützenliste eintragen konnte.

Beim Gastspiel am Valznerweiher wird es jedoch in erster Linie darum gehen, dass hinten zunächst mal wieder die „Null“ steht. Zuletzt hatten die Rosenheimer nämlich nicht nur zwei Liga-Pleiten in Folge kassiert (3:5 in Illertissen, 0:4 gegen Schweinfurt), sondern dabei auch neun Gegentore schlucken müssen – eindeutig zu viel, um in der Regionalliga punkten zu können.

Allerdings gehen die Sechziger als krasser Außenseiter in die Partie gegen die U21 des Zweitligisten, die von keinem geringeren als Club-„Legende“ Marek Mintal trainiert wird. Die Franken haben in den bisherigen fünf Saisonspielen bereits 13 Punkte gesammelt und grüßen derzeit von der Spitze in der Tabelle. Hinzu kommt, dass Profi-Reserven bekanntlich nicht am Pokal teilnehmen dürfen und die Nürnberger somit ausgeruht in die Partie gehen können. „So eine Belastung wie im Pokal steckt den Spielern natürlich in den Knochen“, räumte Höhensteiger ein, stellte aber auch gleichzeitig klar, dass man durch den Erfolg im Fichtelgebirge auch wieder Selbstvertrauen habe tanken können.

In personeller Hinsicht hat Trainer Thomas Kasparetti derzeit die Qual der Wahl. Bis auf Kapitän Matze Heiß und Adel Merdan (Rekonvaleszenz) sind alle Mann fit und einsatzfähig. „Natürlich hängen die Trauben in Nürnberg hoch, aber dennoch wollen wir dort natürlich etwas mitnehmen“, sagte der Sportliche Leiter Hansjörg Kroneck.

Mit welcher Ausrichtung und Taktik das genau gelingen soll, wird wohl erst kurzfristig entschieden. In einem Testspiel gegen Unterhachings U19 und jetzt im Pokalspiel in Selb setzte das Trainerteam erstmals auf eine Viererkette – „für mehr Variabilität in unserem Spiel“, wie Kroneck weiter erklärte, nachdem die Sechziger in den bisherigen Ligaspielen immer mit einer Dreierkette aufgelaufen waren. „Der Trainer wird dies nach seiner Gegneranalyse entscheiden. Einen Punkt würde ich vorab aber auf jeden Fall unterschreiben“, so Kroneck.