Mit Respekt nach Illertissen

26 Jul

Es geht Schlag auf Schlag in der englischen Woche in der Regionalliga Bayern. Am kommenden Samstag gastiert der TSV 1860 Rosenheim zum 4. Spieltag der Regionalliga Bayern beim FV Illertissen.

War am Freitag in Augsburg noch das Pech für die Rosenheimer der Drehbuchautor des Spiels, so stand am Dienstag Abend gegen Rain das Glück mit im Kader der 60er. Und ein überragender Torhüter Marius Herzig, der nach einem tollen Spiel mit einer Glanztat die drei Punkte in Rosenheim hielt. Ein ganz wichtiger Sieg für die Moral und das Selbstvertrauen der jungen Rosenheimer Mannschaft. Und mit 6 Punkten aus drei Spielen kann ordnet man den Saisonauftakt als gelungen ein.

Der FV Illertissen steht erst Spiel 3 in dieser Saison bevor. Nach dem Sieg im stimmungsvollen Auftaktmatch gegen den FC Memmingen gab es in der letzten Woche eine Heimniederlage gegen den TSV Buchbach. Da das Spiel des dritten Spieltags gegen den Nachwuchs des FC Augsburg verschoben wurde, wird die kommende Partie eine wahre Standortbestimmung für Illertissen.

„Der Gegner ist noch nicht richtig angekommen in dieser Saison, das merkt man. Wir gehen mit Respekt an das Spiel heran, rechnen mit einem offenen Spiel, das viel über Zweikämpfe kommt. Das haben wir in dieser Woche trainiert. Wir sind gut vorbereitet“, so Coach Thomas Kasparetti.

Kasparetti hat eine weitere Alternative zur Verfügung. Linor Shabani wird nach seiner gelb-roten Karte wieder in den Kader der 60er zurückkehren.

„Wir wollen weiter hungrig bleiben. Die Stimmung in der Mannschaft ist sehr gut, das Feedback von außen ist sehr gut. Wir werden die Spannung in der Mannschaft weiter hoch halten und wollen was Zählbares aus Illertissen mitnehmen“ so der Coach.

Sechziger feiern 1:0-Erfolg gegen Aufsteiger TSV Rain

24 Jul

Zweites Heimspiel, zweiter Heimsieg: Bis der 1:0 (1:0)-Erfolg gegen Aufsteiger TSV Rain/Lech am Dienstagabend jedoch unter Dach und Fach war, durchlebten der TSV 1860 Rosenheim und die Mehrzahl der 430 Fans im Jahnstadion eine emotionale Achterbahnfahrt.

Die ersten rund 25 Minuten gehörten den Gastgebern. Die erste wirklich nennenswerte Torchance hatte Laurin Demolli, der sich nach 14 Minuten klasse durchsetzte und dann knapp über den Kasten schoss (14.). Zwei Minuten später war die Führung fällig, als die Kugel nach einem Klassespielzug über Max Mayerl und Danijel Majdancevic zu Luftetar Mushkolaj gelangte, der aus halblinker Position überlegt und flach ins lange Eck traf (16.).

Auf der Gegenseite wurde eine Freistoßflanke vom spielenden Co-Trainer der Gäste, Johannes Müller, in höchster Not geklärt (22.), ehe eine Szene aus der 27. Minute den Spielcharakter unwiderruflich veränderte. Rains Kapitän Fabian Triebel stieg an der Seitenlinie mit gestreckten Beinen hart gegen Majdancevic ein und bekam dafür von Schiedsrichter Thomas Berg (Landshut) die Rote Karte unter die Nase gehalten.

„Eine unfassbare Fehlentscheidung“, schimpfte Gästecoach Alexander Käs hinterher, dessen Team sich in der Folge bis zur Pause weit zurückzog. Yanick Tobias (29.) und Korbinian Linner (45.+3) aus spitzem Winkel hatten noch den zweiten Rosenheimer Treffer auf dem Fuß – genau wie Mushkolaj fünf Minuten nach Wiederbeginn, als er in Rücklage geriet und aus fünf Metern übers quasi leere Tor schoss (50.).

In der zweiten Halbzeit mussten sich die 60er-Fans nicht nur in dieser Szene die Haare raufen. Rain hatte taktisch umgestellt und lief trotz Unterzahl nun wesentlich früher an, was den Sechzigern zunächst gehörige Probleme bereitete. Einmal war auch richtig Dusel dabei, als der Freistoß von Müller ans Lattenkreuz krachte (52.)

Dennoch gab es immer wieder dicke Konterchancen für die Kasparetti-Elf, wobei die Rosenheimer teilweise zu dritt fast „blank“ auf Maschke zuliefen, aber das Kunststück fertigbrachten, vier, fünf beste Gelegenheiten zur Entscheidung auszulassen. In einer hektischen Schlussphase wäre dies fast noch bestraft worden. Doch Alexis Fambo grätschte Maximilian Käser in allerletzter Sekunde ab (89.) und Keeper Marius Herzig parierte in der vierten Minute der Nachspielzeit gegen Dominic Robinson geradezu sensationell und hielt damit den Dreier fest.

„Die Rote Karte hat den Spielverlauf natürlich maßgeblich beeinflusst. Dennoch konnten wir Rosenheim mit unserem Pressing zu Beginn der zweiten Halbzeit zunächst überraschen“, meinte Käs. Sein Kollege Thomas Kasparetti analysierte: „Ich finde, für die Zuschauer war es ein überragendes Spiel mit vielen Emotionen. In der ersten Halbzeit haben wir es gut gemacht, nach der Pause hatten wir große Probleme mit den Tempowechseln von Rain. Dennoch hätten wir weitere Tore machen müssen.“

 

Das Spiel in der Statistik:

TSV 1860 Rosenheim – TSV Rain/Lech 1:0 (1:0)

TSV 1860 Rosenheim: Herzig – Fambo, Wallner, Lenz – Mayerl (69. Köhler), Moser, Tobias (80. Albrich), Linner – Demolli (61. Neumeier) – Majdancevic, Mushkolaj – Trainer: Kasparetti.

TSV Rain/Lech: Maschke – Götz, Bauer, Triebel, Bobinger – Cosic (75. Käser), Schröder, J. Müller, Knötzinger – Greppmair (46. Robinson), Dannemann (75. Kurtishaj) – Trainer: Käs.

Schiedsrichter: Berg (Landshut).

Tor: 1:0 (16.) Mushkolaj.

Gelb: Albrich / Greppmair, Robinson.

Rot: – / Triebel (27./grobes Foulspiel).

Zuschauer: 430.

Bes. Vorkommnisse: keine.

„Können voll mithalten“: Herren heiß auf Aufsteiger Rain

22 Jul

Zweites Heimspiel am Dienstag, 19 Uhr

Die neue Regionalliga-Saison nimmt für den TSV 1860 Rosenheim gehörig Fahrt auf. Nur vier Tage nach der unglücklichen Auswärtspleite in Augsburg steht für die Sechziger am Dienstagabend bereits das zweite Heimspiel der noch jungen Saison an. Um 19 Uhr empfängt die Corox-Elf den Aufsteiger TSV Rain/Lech.

„Der Stachel aus dem Augsburg-Spiel saß tief. Die Mannschaft hat das selbst in Unterzahl sehr gut gemacht und hätte sich einen Punkt absolut verdient gehabt. Mit der letzten Aktion dieses Spiel so zu verlieren, ist natürlich sehr bitter“, analysierte Coach Thomas Kasparetti die ärgerliche 0:1-Last-Minute-Niederlage am Freitagabend im Rosenaustadion bei der U23 des Bundesligisten FC Augsburg.

Doch der Blick geht bei den Sechzigern bereits wieder nach vorne. Die Stimmung in der Mannschaft ist nach wie vor sehr positiv. „Wir haben in den ersten beiden Saisonspielen ganz klar gesehen, dass wir auf Regionalliga-Niveau voll mithalten können“, so Kasparetti, der sich mit seinem Team intensiv auf das Match gegen den Aufsteiger vorbereitet hat. „Gegen Rain wird es nicht leicht. Deren Einzelspieler haben sehr viel Qualität und vor allem das zentrale Mittelfeld ist sehr stark besetzt“, so der Rosenheimer Chefanweiser. 

Schaltzentrale der Gäste ist der spielende Co-Trainer Johannes Müller, der aus der Zentrale heraus alle Fäden zieht. Zudem konzentrieren sich die Schützlinge von Trainer Alexander Käs stark auf zweite Bälle. „Ich gehe davon aus, dass Rain mit viel Euphorie und Selbstvertrauen zu uns kommen und uns eventuell sogar hoch anlaufen wird“, so Kasparetti, der sich allerdings überlegen muss, wie er den gelbrot-gesperrten Linor Shabani am besten ersetzen kann. Mit Yannick Tobias und dem aufgerückten U19-Akteur Yannick Albrich, der im Training bislang einen guten Eindruck hinterlassen hat, stünden gleich zwei Eins-zu-Eins-Alternativen parat. Die andere Variante wäre eine Veränderung der taktischen Grundordnung.

Die Entscheidung darüber fällt mitunter erst kurzfristig. Die Marschroute dagegen ist aus Sicht der Rosenheimer klar. „Wir wollen wieder mutig spielen und dann sehen, was am Ende rauskommt“, so Kasparetti, der sich zudem darüber freuen kann, dass in dieser Woche der langzeitverletzte Adel Merdan ins Mannschaftstraining zurückkehrt: „Ich freue mich sehr auf ihn. Adel hat eine lange Leidenszeit jetzt hoffentlich erfolgreich hinter sich!“

Bittere Auswärtspleite! Last-Minute-K.o. in Unterzahl

20 Jul

Der TSV 1860 Rosenheim verliert nach einer umkämpften Begegnung extrem bitter beim FC Augsburg. Erst in der letzten Spielminute vor dem Schlusspfiff fiel der Siegtreffer für die Hausherren, die ab der 73. Minute in Überzahl spielten. 

Die Augsburger fanden etwas besser in die Begegnung und konnten sich in der neunten Minute zum ersten Mal dem Tor annähern. Nach einer Ecke holte sich Augsburg den herausgeschlagenen Ball, Romario Rösch fackelte nicht lange und zog vom rechten Strafraumeck ab, TSV Keeper Marius Herzig konnte den Schuss erstmal nur abwehren, seine Vordermänner konnten die Situation dann endgültig klären. 

In der 14. Minute kamen dann die Sechzger zum ersten Mal vor das Tor. Ein weiter Einwurf von Moritz Moser von der linken Seite passierte Freund und Feind im Augsburger Strafraum. Der Ball kam zu Korbinian Linner am rechten Torraumeck, doch der traf nur das Außennetz. 

Beide Mannschaften hatten immer wieder kleinere Torchancen, die allerdings allesamt nicht wirklich gefährlich wurden. Entweder verhinderte ein Abwehrbein, oder ein Keeper konnte die Situation bereinigen, weshalb der erste Spielabschnitt mit der Nullnummer endete. 

Kurz nach dem Wiederanpfiff hatten die Gäste aus Rosenheim die nächste Chance. Wieder sorgte ein weiter Einwurf von Moritz Moser für Gefahr, doch Christoph Wallners Kopfball ging links am Kasten vorbei. In der 50. Spielminute hatten die Hausherren dann die beste Chance des bisherigen Spiels. Sebastiano Nappo zog aus 25 Metern genau ins Dreieck, doch Keeper Marius Herzig hielt per Glanzparade.

Nach einer gespielten Stunde wurde der Druck der Fuggerstädter dann höher, der eingewechselte Kilian Jakob erlief ein weites Zuspiel, dieser wurde dann von Alexis Fambo allerdings in höchster Not fair vom Ball getrennt. Für den nächsten Aufreger der Begegnung sorgte Linor Shabani, der ging mit dem langen Bein im Anstoßkreis Richtung Ball, erwischte aber Jannik Schuster. Schiedsrichter Martin Speckner zückte darauf die Gelb-Rote. Die Rosenheimer kämpften in der Folgezeit um jeden Meter und wollten diesen Punkt unbedingt verteidigen, was auch bis zur 90. Spielminute gelang, doch dann schlug der FCA mit dem Schlusspfiff nochmal zu.

Die Rosenheimer bekamen den Ball nicht richtig geklärt und das Spielgerät landete bei Sebastiano Nappo, der nicht lange zögerte und das Leder aus knapp 10 Metern ins Gehäuse wuchtete – danach war Schluss.

Eine wirklich bittere Niederlage für die Sechzger, die wieder einmal alles in die Waagschale warfen und sich nicht dafür belohnen konnten. Bereits am Dienstag geht es für die Rothosen weiter, dann ist der TSV Rain, der den SV Wacker Burghausen mit 1:0 besiegen konnte, zu Gast. Anpfiff ist am Dienstag um 19.00 Uhr. 

Gelingt mit Mut und Kompaktheit der nächste Coup?

18 Jul

TSV 1860 Rosenheim gastiert am Freitag beim FC Augsburg II

Mit „viel Rückenwind“ und einer „positiven Grundstimmung“ reist der TSV 1860 Rosenheim am Freitag zum ersten Auswärtsspiel der neuen Regionalliga-Saison. Um 19 Uhr gastiert die Corox-Elf im altehrwürdigen Rosenaustadion bei der U23 des Bundesligisten FC Augsburg.

Bei den Sechzigern hat man sich intensiv auf den Gegner vorbereitet. „Augsburg spielt etwas anders als zuletzt Burghausen. Sie versuchen noch mehr spielerische Akzente zu setzen und gute Lösungen bei eigenem Ballbesitz zu finden“, hat Trainer Thomas Kasparetti bei seiner Analyse herausgefunden. Die Fuggerstädter sind ihrerseits mit einem 3:1-Erfolg in Buchbach in die neue Spielzeit gestartet. Kasparetti erwartet ein intensives und temporeiches Spiel:  „Genau wie wir hat Augsburg eine junge Mannschaft. Da wird viel Power drin sein.“

Im Lager der Rosenheimer blickt man dem Auftritt in Schwaben zuversichtlich entgegen – nicht zuletzt dank der sehr ansprechenden Leistung beim Auftaktsieg gegen Burghausen (4:2) am vergangenen Sonntag. „Wir wollen diese Leistung bestätigen“, so Kasparetti, dem für dieses Vorhaben nahezu der komplette Kader zur Verfügung steht. Auch Luftetar Mushkolaj wird wieder zum 18-Mann-Aufgebot zählen, der zuletzt beim Auftakt gegen Wacker Burghausen wegen seiner Gelbrot-Sperre aus der Relegation gegen Gebenbach gefehlt hatte. Ob der Kosovare allerdings gleich in die Startelf rückt, will das Trainerteam erst kurzfristig entscheiden.

Die Devise für das Spiel in Augsburg ist klar. „Wir wollen wieder mutig auftreten und über Kompaktheit in den kommenden Wochen Punkt für Punkt sammeln“, so Kasparetti, der parallel dazu natürlich auch den bereits eingeleiteten „Ausbildungsgedanken forcieren“ möchte. 

Zudem wird demnächst auch der Konkurrenzkampf im Kader noch weiter zunehmen, denn die zuletzt langzeitverletzten Adel Merdan und Kapitän Matthias Heiß stehen kurz vor einer Rückkehr ins Mannschaftstraining. „Bei Matze ist der Heilungsverlauf sehr positiv. Ursprünglich war die Rückkehr ins Teamtraining erst für Mitte August vorgesehen. Jetzt sieht es danach aus, als ob dies vielleicht schon nächste Woche hinhauen könnte. Auch Adel sollte nächste Woche wieder voll einsteigen können“, so der Coach, der dann noch mehr Variationsmöglichkeiten haben wird.